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Begeistert
von den Ausgrabungen in Pompeji ließ
König Ludwig I. nach dem Vorbild des dortigen
Castor-und-Pollux-Hauses das Pompejanum in den Jahren 1843 –
1850 durch den Münchner Architekten Friedrich von
Gärtner errichten. Als ein Beispiel eines römischen
Wohnhauses auf deutschem Boden gab das Pompejanum ein anschauliches
Bild vom Aussehen und den Lebensverhältnissen in einer
römischen Villa.
Nach
umfangreichen Restaurierungsarbeiten, die
auch die Rekonstruktion der im 2. Weltkrieg vernichteten
Wandgemälde einschlossen, sind seit 1994 in dem
Gebäude der
Bayerischen Schlösserverwaltung römische Kunstwerke
der
Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek München
ausgestellt.
In den Repräsentationsräumen sind römische
Bildnisse,
Statuen und dekorative Marmorwerke aufgestellt, in der Küche,
den
Wirtschafts- und Wohnräumen werden
Gebrauchsgegenstände des
täglichen Lebens gezeigt. Die Präsentation wird
ergänzt
durch eine ausführliche Dokumentation zur Geschichte Pompejis.
Im
März 1995 begann die Restaurierung von fünf
Räumen im Obergeschoss: der Loggia (Musikzimmer), der Pergula,
der beiden Cubicula (Schlafzimmer) und der Cella (Kinderzimmer). Die
Wandmalereien und die Farbfassungen der Kassettendecken wurden
restauriert, rekonstruiert oder ergänzt. Seit Juli 2002 sind
diese neuen Schauräume für die Besucher
zugänglich. In der Loggia und der Pergula wurden mehrere
Vitrinen aufgestellt mit Gegenständen des antiken Haushaltes
vom Schreibstift bis zur bronzenen Hundemarke, vom Angelhaken bis zum
Vorhängeschloss. Außerdem sind
medizinisch-kosmetische Geräte, Schmuck, Kinderspielzeug und
vieles mehr zu sehen.
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