Barberinischer Faun


Ein junger Mann liegt weit ausgestreckt auf einem Felsen. Provozierend lasziv wirkt seine Haltung. Sein Haupt ist ihm auf die Schulter gesunken. Sein rechter Arm weist über den Kopf nach hinten, der linke, heute weggebrochene Arm hing über einen Felssporn seitlich herab.

Der Jüngling scheint tief und fest zu schlafen. Doch ist das wirklich so? Bei genauer Betrachtung wird man eines Besseren belehrt: Anspannung zeichnet das derbe und zugleich sinnliche Gesicht. Die Brauen über den geschlossenen Lidern sind zusammengezogen. Der geöffnete Mund zeugt von einer schweren Atmung. Der Efeukranz im Haar nennt uns die Ursache hierfür, denn vor allem Zecher tragen solche Kränze: Berauscht vom Wein und ermattet vom Tanzen und Toben ist der junge Mann in einen unruhigen, rastlosen Halbschlaf gefallen.

Den Sinn und die Funktion der Figur kann man nur erfassen, wenn man um die Statue herumgeht. Der kleine Pferdeschwanz, der in der Rückansicht sichtbar wird, charakterisiert den Jüngling als Satyrn, eines jener halbtierischen Wesen aus dem Gefolge des Rauschgottes Dionysos. Wir haben es also gar nicht mit einem menschlichen, sondern mit einem mythischen Wesen zu tun. Dazu passt auch, dass seine Größe menschliches Maß sprengt.

Das alles erst erklärt die wichtigsten Züge der Darstellung: Trunkenheit, Ausschweifung und sexuelle Triebhaftigkeit gehören zum Wesen eines Satyrs. Sie zeigen die Macht des Dionysos, zu dessen Ehre die Statue vermutlich in einem Heiligtum aufgestellt war.

Die Skulptur ist um 220 v. Chr. entstanden. Bereits in römischer Zeit wurde sie in Griechenland geraubt und nach Italien gebracht. Man fand sie 1624 in Rom. Ludwig I. konnte sie aus der Sammlung Barberini für die Glyptothek erwerben.

Mai 2016

Glyptothek München

15. Juni 2013

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Pompejanum Aschaffenburg

15. Juni 2013

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