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01. April - 07.
Oktober 2012
Starke Frauen - Die
Amazonen
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Die
Ausstellung
ist
täglich außer Montag
von
9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. |

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Die
«männergleichen Amazonen» kennt schon
Homer und setzt im 8. Jahrhundert v. Chr. bei seinen Zuhörern
die mit diesem befremdlichen Volk verbundenen Mythen als allgemein
bekannt voraus. Erst spätere Autoren liefern uns
ausführlichere Beschreibungen, die die Amazonen zumeist als
kriegerisches Reitervolk im Umfeld des Schwarzen Meeres vorstellen, und
die moderne Forschung bemüht sich, sie mit den skythischen
Völkerschaften der eurasischen Steppengebiete zu verbinden. Im
griechischen Mythos jedoch ist diese Verbindung erst spät
greifbar. Die mythischen Amazonen sind vor allem als Gegenbild zum
männlichen Selbstverständnis der frühen
griechischen Gesellschaft zu verstehen. Das verbreitete Motiv der
«verkehrten Welt», das die gewohnte
Gesellschaftsordnung auf den Kopf stellt, findet in den Amazonen seine
extremste Ausprägung, da hier die sonst friedlichen Frauen zu
gefürchteten Kriegerinnen werden und die Männer nur
für die Reproduktion neuer Kämpferinnen
benötigen. Dies widerspricht den gelebten gesellschaftlichen
Verhältnissen der Griechen vollständig.
Die Ausstellung im Aschaffenburger Pompejanum stellt anhand
griechischer Vasen und anderer Objekte herausragender Qualität
die Facetten des griechischen Amazonenbilds vor. Die
präsentierten Antiken gehören zu den wertvollsten
Stücken der Staatlichen Antikensammlungen München.
Darunter finden sich so berühmte Werke wie der Silberbecher
von Manching aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. oder die Phayllos-Amphora
des attischen Vasenmalers Euthymides aus den Jahren um 500 v. Chr. Im
Ambiente einer römischen Villa treten sie in einen neuen
Zusammenhang und bieten eine lebendige Vorstellung von den
«Starken Frauen».
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