Ares in irrealem Raum
Bilder von Ben Willikens in der Glyptothek.
29. Oktober 2004
bis 3. April 2005
"Ares in irrealem Raum"
- ein kryptisch klingender Ausstellungstitel,
wie er im heutigen Kunstbetrieb beliebt ist.
Aber in diesem Fall ist es keine der üblichen
gesuchten Formulierungen, die durch
Unverständlichkeit Tiefgang mimen, sondern die
simple Beschreibung einer augenblicklichen
Situation in der Glyptothek: Dort sieht man die
marmornen antiken Götter und Helden vor Ben
Willikens großformatigen Bildern mit
Darstellungen von Räumen, deren Monumentalität
zwar an die eindrucksvolle Innenarchitektur der
Glyptothek erinnert, deren Gestaltung aber,
gerade im Vergleich mit den Museumsräumen, als
irreal erscheint. (…)
Das Bildnis des
Kriegsgottes Ares steht mittig vor einem
"Gegenraum", dessen Architektur sich nach hinten
in einen hellen, irrealen Raum öffnet. Wenn in
den frühen Vormittagsstunden die Sonne schräg
einfällt und die marmornen Götter und Helden
erstrahlen und ihre Schatten auf die Bilder
werfen, gibt es Momente, in denen man glauben
könnte, der Gott des Krieges sei wirklich in den
irrealen Raum transzendiert. (…)
Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen.
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