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SUMMARY:Salamis 480
DESCRIPTION:verlängert bis 10.04.2022 \nDie Seeschlacht von Salamis\, die sich Ende September 2021 zum 2500sten Mal jährt\, gehört zweifellos zu den großen Wendepunkten der europäischen Geschichte. Mit ihr endete nicht nur das persische Expansionsbestreben auf dem europäischen Festland. Mit dem Sieg der Griechen wurde auch die goldene Epoche der griechischen Antike eingeläutet\, die in der Pentekontaetie\, der ein halbes Jahrhundert andauernden Blütezeit des frühklassischen Athen\, ihren nachhaltigsten Ausdruck fand. \nIn der modernen Geschichtswissenschaft kann häufig die Tendenz beobachtet werden\, dass man die Bedeutung einzelner kriegerischer Ereignisse für den Fortgang historischer Prozesse eher gering einschätzt und an ihre Stelle fast ausschließlich gesellschaftliche\, soziologische oder politische Entwicklungen setzt\, die man für die eigentlichen Triebfedern solcher Prozesse hält. Im Fall der persischen Invasion von 480 v. Chr. und der Seeschlacht von Salamis ist dies allerdings nicht ohne weiteres möglich. Denn die rasante Entwicklung\, die Athen und andere griechische Städte auf kulturellem und politischem Gebiet in den Jahrzehnten nach Salamis durchliefen\, hätte bei einer vollständigen Niederlage gegen den persischen Gegner wohl kaum in vergleichbarer Weise vonstattengehen können. \nDies gilt übrigens auch für die bildende Kunst: Zwar war die Geburt der griechischen Klassik den Geschehnissen von 480 v. Chr. schon rund 20 Jahre vorausgegangen\, doch sorgte der umfassende Wiederaufbau Athens und anderer Städte und Heiligtümer\, die durch die Perser zerstört worden waren\, in den folgenden Jahrzehnten zu einem beispiellosen Aufschwung von Architektur und Kunst in Griechenland. \nDabei bleibt auch zu bedenken\, dass der griechische Schlachtensieg bei Salamis – anders als wir es beispielsweise für den zehn Jahre zuvor über die Perser errungenen Erfolg der Athener bei Marathon annehmen müssen – keinesfalls ein Zufallsprodukt war. Vielmehr bildete er die nahezu logische Konsequenz des von Themistokles und seinen Parteigänger zäh verfolgten und gegen alle Widerstände durchgesetzten Flottenprogramms\, das über den ephemeren Erfolg hinaus die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität in Athen sicherstellte und gleichzeitig die Grundlage dafür schuf\, dass Athen und seine Verbündeten im ebenfalls von Themistokles geschaffenen delisch-attischen Seebund in der Folgezeit zu hoher Macht und Blüte aufstiegen. Ohne den Sieg bei Salamis wäre dies wohl kaum vorstellbar gewesen. \nDie Ausstellung „Salamis 480“ bindet die Schlacht\, ihre Vorgeschichte und ihre Folgen in einen größeren historischen\, kulturhistorischen und kunstgeschichtlichen Rahmen ein. Anhand von hochkarätigen archäologischen Funden aus bedeutenden Museen der Welt und illustriert durch dreidimensionale Modelle wird das epochemachende Ereignis dem Besucher vor Augen geführt. \nDer Katalog zur Ausstellung ist leider bereits vergriffen. Wir beabsichtigen Ihnen in Kürze ein Digitalisat anzubieten. \nSalamis 480\, F. S. Knauß / Chr. Gliwitzky (Hrsg.)\, (216 S.\, 190 Abb.\, Softcover) Preis: 28\,- Euro \nZur Kampfweise der griechischen Hoplitenphalanx vgl. auch die instruktive Animation auf der Internetseite → https://www.panoply.org.uk/hoplites-greeks-at-war. \n 
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LOCATION:Staatliche Antikensammlungen\, Königsplatz 1\, München\, 80333\, Germany
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SUMMARY:Von Zirkus bis Apostel. Tafelgeschirr aus der Sammlung K. Wilhelm
DESCRIPTION:26.03.2022 bis 30.10.2022 \n\n\n\nWo besser als im Pompejanum\, dem klassizistischen Nachbau eines römischen Hauses\, ließe sich Tafelgeschirr der Römer präsentieren? Ermöglicht wird dies durch eine großzügige Schenkung\, die der Münchener Sammler K. Wilhelm kürzlich den Staatlichen Antikensammlungen machte. Seine einzigartige Sammlung nordafrikanischer Tongefäße sucht weltweit ihresgleichen. Im Pompejanum wird sie erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert. \n\n\n\nÜber Jahrhunderte war die nordafrikanische Feinkeramik im ganzen Mittelmeerraum gefragt. Ihre hohe Qualität\, Haltbarkeit\, und ihre variantenreichen Formenserien und Dekorationsarten machten sie zu ständigen Begleitern bei römischen Gastmählern. Teller\, Tabletts\, Platten\, Schalen und Schälchen gehörten zum Service und geben uns eine Vorstellung vom reich gedeckten Tisch der Römer. Die glänzend roten Stücke\, die in der Ausstellung die Entwicklung und den Variantenreichtum dieser Gattung präsentieren\, waren also Luxus für jedermann. \n\n\n\nWie die Gefäßformen war auch ihr Dekor der Mode der Zeit unterworfen. Detailreiche figürliche Motive wurden meist gesondert in Gipsmatrizen geformt und als Appliken aufgebracht. Sie zeigen u. a. Gestalten aus der Mythologie oder Gladiatorenkämpfe und Tierhatzen. Besonders beliebt waren in Afrika Wagenrennen\, so dass einzelne Gefäße sich an spezielle ‚Fangruppen‘ richteten und an vergangene Siege erinnerten. Seit dem späteren vierten Jahrhundert ergänzen christliche Motive das Repertoire. Hier finden wir Nicht-figürliches wie Kreuze und das Chi-Rho-Zeichen ebenso wie figürliche Darstellungen der Apostelfürsten Petrus und Paulus oder Märtyrerbilder. \n\n\n\nDie vorzüglich erhaltenen Gefäße der Sammlung Wilhelm gewähren den Besucherinnen und Besuchern einen faszinierenden Einblick in eine längst vergangene Alltagswelt\, der man ihre Freude an ausgefallenen Formen und Bildern anmerkt.  \n\n\n\nZur Ausstellung erscheint eine Broschüre. \n\n\n\nAlle Informationen rund um die zu beachtenden Hygienemaßnahmen sowie zu den Möglichkeiten einer inzidenzabhängig notwendigen Voranmeldung finden Sie stets unter → www.schloesser.bayern.de. \n\n\n\nDie Pressemitteilung finden Sie hier.Den Fotoindex finden Sie hier. \n\n\n\nBuchung von Sonderführungen für Kinder\, Familien\, SchulklassenFührungsnetz/Museumspädagogischer Dienst\, Luitpoldstr. 2\, 63739 Aschaffenburg\, Tel. 06021 3868866fuehrungsnetz@vhs-aschaffenburg.dewww.vhs-aschaffenburg.de/kurse/fuehrungen \n\n\n\nBuchung von Sonderführungen für ErwachseneTourist-Information\, Schlossplatz 2\, 63739 AschaffenburgTel. 06021 395800\, tourist@info-aschaffenburg.de
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