„Antike Troublemaker – Sind die Mischwesen noch zu bändigen?“

Aschaffenburg den 27.03.2026

Mischwesen, das sind phantastische Wesen, die aus den Körpern von Menschen und unterschiedlichen Tieren zusammengesetzt sind. Oft werden sie als Monster bezeichnet, als Scheusale oder Ungeheuer. In den mythischen Erzählungen der Antike störten sie die Ordnung der Menschen, sorgten für Chaos und verbreiteten Angst und Schrecken. Deshalb mussten sie gebändigt werden. Diese Aufgabe übernahm gewöhnlich ein Held, und die Bändigung ging mit dem Ableben des Untiers einher. Gleichwohl haben die Wesen ihre eigene Geschichte samt eigener Herkunft. Sie sind mit bestimmten Orten verbunden und werden auf eine bestimmte Weise dargestellt. Obwohl sich das manchmal auch im Laufe der Zeit veränderte, waren und sind sie immer sofort erkenn- und benennbar.

Fünf der Troublemaker haben sich Studenten in einer museumspraktischen Übung am Institut für Klassische Archäologie der LMU München ausgesucht, um sie selbst zu „bändigen“ und in den Mittelpunkt der diesjährigen Sonderausstellung im Pompejanum in Aschaffenburg zu stellen: die Gorgo Medusa mit dem tödlichen Blick, die feuerspeiende Chimaira, den stierköpfigen Minotauros, die ungehobelten, auf Pferdehufen durch die Wälder galoppierenden Kentauren und die rätselstellende Sphinx auf ihrem Felsen bei Theben.

Nicht alle Mischwesen standen den Menschen allerdings feindlich gegenüber. So finden wir mit dem Flügelpferd Pegasos einen treuen Helfer, der sich sogar gegen ein anderes Mischwesen wandte. Unter den Kentauren begegnet uns Cheiron, der sich von seinen Artgenossen so sehr unterschied, dass er die Erziehung einer Vielzahl von Heroen übernahm. Und dann ist da noch Pan, der Züge eines Ziegenbocks trägt und kein sterbliches Wesen, sondern ein Gott war.

Von allen diesen mythischen Geschöpfen erzählt unsere Ausstellung. Wie immer haben wir dafür hochkarätige Objekte aus den Staatlichen Antikensammlungen in München nach Aschaffenburg gebracht, um sie im Obergeschoss des Pompejanums zu präsentieren. Wir laden Sie ein, in diese spezielle und vielschichtige Welt der antiken Mythen einzutauchen und sich an den wunderbaren Darstellungen unserer unglaublichen „Troublemaker“ und ihrer „Bändiger“ zu erfreuen.

Ausstellungsdauer: 28.03. – 31.10.2026

Druckfähige honorarfreie Abbildungen zur Ausstellung können Sie zur redaktionellen Nutzung hier herunterladen: Download

Ausstellungsort:
Pompejanum
Pompejanumstraße 5
63739 Aschaffenburg
www.antike-am-koenigsplatz.mwn.de/pompejanum-aschaffenburg/

www.schloesser.bayern.de/deutsch/schloss/objekte/as_pom.htm

Öffnungszeiten:
28.–31. März: 9 – 16 Uhr (letzter Einlass 15:30 Uhr)

1. April–3. Oktober: 9–18 Uhr (letzter Einlass 17.30 Uhr)
4.–31. Oktober: 10–16 Uhr (letzter Einlass 15.30 Uhr)
Montags geschlossen
(außer: Ostermontag, 1. Mai, Pfingstmontag, 15. August, 3. Oktober)

1. November 2026–26. März 2027: geschlossen

Eintritt: 7,- /6,- €; bis 18 Jahre frei (keine Kartenzahlung möglich!)

Pressekontakt:
Prof. Dr. Oliver Hülden
Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek
Katharina-von-Bora-Str. 10
80333 München
huelden@antike-am-koenigsplatz.mwn.de