Bertel Thorvaldsen und Ludwig I.
Ort : Glyptothek

2020 wurde der 250. Geburtstag des berühmten dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen begangen. Der bayerische König Ludwig I. verehrte Thorvaldsen sehr. Die Sonderausstellung „Bertel Thorvaldsen und Ludwig I. Der dänische Bildhauer in bayerischem Auftrag“ geht der Beziehung zwischen Staatsmann und Künstler sowie ihren heute noch sichtbaren Spuren in München nach. Sie knüpft an die im Thorvaldsens Museum in Kopenhagen gezeigte Sonderausstellung „Face to Face. Thorvaldsen and Portraiture“ (8.3.–31.12.2020) an. Beide Ausstellungen finden 2020/21 im Rahmen des deutsch-dänischen kulturellen Freundschaftsjahres statt.

In München liegt der Schwerpunkt auf der vielschichtigen Verbindung zwischen Thorvaldsen und Ludwig I. Mit dem Ort, der Glyptothek, ist Thorvaldsen auf mehreren Ebenen verbunden. Noch als Kronprinz hat ihm Ludwig die Restaurierung der Ägineten (1816-18) übertragen. Diese früh-griechischen Giebelfiguren vom Aphaiatempel auf der Insel Ägina sind der größte Schatz des Museums. Ihre Restaurierung war ein neuartiges Unterfangen, für das Ludwig mit Thorvaldsen den besten Bildhauer seiner Zeit gewinnen konnte. Die Sonderausstellung zeichnet in mehreren Stationen die Biografie des dänischen Künstlers nach. Sie hebt dessen Verbindungen zu München und speziell zum Kronprinzen und späteren König Ludwig I. als Bewunderer und Auftraggeber hervor.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.